Nachkriegszeit


Erster Stadtrat in Coesfeld nach 1945 mit Bürgermeister Althaus (Quelle: Webers, Gerold:1910-1985 SPD Coesfeld. Coesfeld, 1985, S.35)

Im September 1945 lässt die britische Militärregierung politische Parteien wieder zu. Kurz darauf gründet sich der alte Ortsverein neu. Dort finden sich alte aber auch neu nach Coesfeld gekommene Sozialdemokraten zusammen. Theodor Althaus wird erneut zum Vorsitzenden des Ortsvereins gewählt. Gleichzeitig wird Althaus zusammen mit Paul Rosenfeld SPD-Beirat, in dem von den Besatzungsmächten einberufenen Verwaltungsbeirat unter Bürgermeister Karl Wolters. Im Jahre 1949 kann der Ortsverein 68 Mitglieder aufweisen. Ab den 1950er Jahren entwickelt sich neben dem Ortsverein Coesfeld auch in Lette ein eigenständiger SPD-Ortsverein. Unter der Leitung von Peter Hoffmann, Frau Vinz und später Paul Schmitz gewinnt der Ortsverein immer mehr an Zuspruch im damaligen Amt Rorup. Als er sich 1978 mit dem Ortsverein Coesfeld zusammenschließt, gehören ihm fast 40 Mitglieder an. Parallel zur SPD wird auch die Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Coesfeld neu aufgebaut. Dies geschieht vor allem unter tatkräftigem Engagement von Eleonore Pollmeyer, die sich auch als Kassiererin des Ortsvereins, Stadträtin und Kreistagsmitglied in der Coesfelder SPD für lange Zeit engagiert.

Bei der Kommunalwahl am 17. Oktober 1948 gelingt es mit Heinrich Hemmen erstmals einem Coesfelder Sozialdemokraten ein Direktmandat zu gewinnen. In der ersten Sitzung des neu gewählten Stadtrates am 11. November wird Theodor Althaus schließlich zum Bürgermeister von Coesfeld gewählt. Damit ist Althaus bis heute der einzige Sozialdemokrat der dieses Amt bekleidete.

Die Entwicklung der SPD in der Bundesrepublik durch das Godesberger Grundsatzprogramm von 1959 zu einer Volkspartei, eröffnet auch in Coesfeld für die SPD die Chance neue  Bevölkerungsschichten zu erreichen. Der Wähleranteil und Rückhalt in der Bevölkerung nimmt stetig zu und vor allem junge Leute beteiligen sich immer mehr an der politischen Arbeit, was nicht zuletzt mit der Reformpolitik und Aussöhnung mit dem Osten unter den populären SPD-Kanzlern Willy Brandt und Helmut Schmidt zusammenhängt. So sind auch die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) und die Jungsozialisten (Jusos) ab den 1970er Jahren fester Bestandteil der SPD und des politischen Lebens in Coesfeld.  Die gute bundespolitische Arbeit der SPD und großes kommunalpolitisches Engagement der Sozialdemokraten in Coesfeld sorgen 1979 schließlich für ein Rekordergebnis von 35,4 % (+8,9 %p im Vergleich zu 1975) für die SPD bei der Kommunalwahl in Coesfeld. Dennoch kann die absolute Mehrheit der CDU im Stadtrat erst 2004 durchbrochen werden. Seitdem kann  die SPD im Coesfelder Stadtrat mit anderen Fraktionen auch an der CDU vorbei Beschlüsse fassen und wichtige Projekte vorantreiben.[1]

Während des "Dritten Reiches"


[1] Vgl. Webers, 1985, S.30ff

 

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