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SPD fordert Elternbefragung zur Zukunft der Schullandschaft - Gesamtschule in den Blick nehmen

Veröffentlicht am 06.09.2026 in Ratsfraktion

KI-generiertes Symbolbild einer modernen SchuleKI-generiertes Symbolbild einer modernen Schule

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Coesfeld beantragt eine Elternbefragung zur zukünftigen Entwicklung der weiterführenden Schulen. Die Befragung soll im Rahmen der nächsten Fortschreibung des Schulentwicklungsplans durchgeführt werden und aktuelle Erkenntnisse über die Wünsche von Eltern liefern. Damit soll auch das Ziel der Errichtung einer Gesamtschule in den Blick genommen werden.

Schulentwicklung auf aktuelle Daten stützen

„Die letzte Elternbefragung liegt mittlerweile mehr als zehn Jahre zurück. Seitdem hat sich die Schullandschaft in Nordrhein-Westfalen deutlich verändert. Deshalb brauchen wir eine aktuelle Grundlage für die weitere Schulentwicklungsplanung“, erklärt der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Matthis Tasler.

Nach Ansicht der SPD reicht es nicht aus, ausschließlich die aktuellen Anmeldezahlen zu betrachten. Eine Elternbefragung könne frühzeitig aufzeigen, welche Schulangebote Familien in den kommenden Jahren nachfragen werden.

Gesamtschule wieder in den Blick nehmen

Eine wichtige Frage ist für uns dabei auch, ob es heute ausreichend Interesse an einer Gesamtschule in Coesfeld gibt.

Bereits bei der Befragung 2015 ergab sich ein Potenzial von 95 Anmeldungen pro Schuljahr für eine Gesamtschule. Gleichzeitig hat sich die Schullandschaft seitdem weiterentwickelt. Gesamtschulen sind heute vielerorts stark nachgefragt. Auch an Schulen in unserer Region übersteigt die Zahl der Anmeldungen teilweise deutlich die vorhandenen Plätze.

Sollte eine neue Befragung auch in Coesfeld einen entsprechenden Zuspruch zeigen, sprechen wir uns als SPD für die Gründung einer Gesamtschule aus.

Mehr Wahlmöglichkeiten für Familien

Eine Gesamtschule würde das bestehende Angebot um eine weitere Schulform ergänzen und damit die Wahlmöglichkeiten für Eltern vergrößern. Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Leistungsniveaus könnten gemeinsam länger lernen und an derselben Schule alle Schulabschlüsse bis zum Abitur erreichen.

Gleichzeitig geht es darum, langfristig handlungsfähig zu bleiben. Die Schullandschaft verändert sich – in Coesfeld ebenso wie im Umland. Wenn wir Entwicklungen erst dann diskutieren, wenn Anmeldezahlen einbrechen oder Schulstandorte gefährdet sind, kann es für gute Lösungen bereits zu spät sein.

Deshalb möchten wir frühzeitig wissen: Was wünschen sich die Familien?

Starke Schulen in Coesfeld

Dabei ist uns eines besonders wichtig: Die Diskussion über die zukünftige Schulstruktur ist keine Kritik an unseren bestehenden Schulen.

Im Gegenteil: Die aktuellen Anmeldezahlen zeigen die hohe Qualität des Coesfelder Schulstandortes und das große Engagement der Lehrkräfte und Schulgemeinschaften. Das wollen wir erhalten.

„Wir wollen die Schulentwicklung in Coesfeld vorausschauend gestalten. Nur wenn wir die Wünsche der Eltern kennen, können wir die richtigen Weichen für die Zukunft stellen und Coesfeld als attraktiven Schulstandort stärken“, so Tasler.

Der Antrag wird am 09.06.2026 im Ausschuss für Kultur, Schule und Sport beraten.

Den ganzen Antrag im Wortlaut gibt es hier.

Mehr zum Thema gibt es auch in der Presseberichterstattung der Allgemeinen Zeitung vom 05.09.2026

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