Zukunft gestalten statt Armut verwalten - SPD-Ortsvereinsvorsitzender hospitiert bei der Wohnungslosenhilfe
Veröffentlicht am 19.12.2025 in Ortsverein
Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Coesfeld, Sami Bouhari, hat am 12. Dezember 2025 ein Tagespraktikum bei der Wohnungslosenhilfe der Interkulturelle Begegnungsprojekte (IBP) absolviert. Ziel der Hospitation war es, einen direkten Einblick in die praktische Arbeit der Wohnungslosenhilfe zu erhalten und den Austausch zwischen Politik und freier Wohlfahrtspflege zu vertiefen.
Perspektiven schaffen - Potentiale nutzen
Begleitet wurde Bouhari von Frederick Janning, pädagogischer Leiter der Wohnungslosenhilfe des IBP. Der Tag begann um 8:00 Uhr in der stationären Einrichtung in der Pfauengasse, wo Bouhari die Abläufe der Betreuung wohnungsloser Menschen kennenlernte. Im Anschluss besuchte er die Sozialwerkstatt DiSoCo, in der Menschen durch sinnstiftende Arbeit neue Perspektiven entwickeln können. Werkstattleiter Ludger Wilmer betonte dabei, welches Potenzial selbst in Menschen stecke, die von der Gesellschaft oft bereits aufgegeben worden seien.
Gewinn für die Gesellschaft
Ein weiterer Schwerpunkt des Tages war der Besuch des Ambulant Betreuten Wohnens (ABW) in der Kuchenstraße. Dort wurde deutlich, dass nachhaltige Unterstützung mehr bedeutet als kurzfristige Hilfe. „Die Zukunft der Menschen gestalten und nicht bloß Armut verwalten“, formulierte IBP-Geschäftsführer Martin Althoff die zentrale Botschaft des Tages. Bouhari unterstrich, dass wohnungslose Menschen mehr politische Aufmerksamkeit und Unterstützung benötigen: „Jeder Mensch verdient Respekt und Wertschätzung – Investitionen in gute Betreuungsangebote zahlen sich für die gesamte Gesellschaft aus.“
Den Abschluss bildete ein Besuch im inklusiven Ladenlokal „Onkel Alex“, in dem neben Beschäftigungsangeboten auch präventive Beratung im Rahmen des Landesprogramms „Endlich ein Zuhause“ stattfindet - ein Beratungsangebot für Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind.
„Der Tag war geprägt von einem offenen, konstruktiven und wertschätzenden Austausch“, resümierte Bouhari. „Nur wenn Politik und Praxis im direkten Dialog stehen, können wir wirksame Lösungen gegen Wohnungslosigkeit entwickeln.“